Gary schreibt: Katzenklappen

Eine Katzenklappe & die Gefräßigkeit auf vier Pfoten

Heute will ich Euch mal von meiner Abenteuerreise durch ein Meer von Katzenklappen berichten.

In meinen 8 Jahren (nach Homo Sapiens Zeitrechnung) habe ich da doch einige kennengelernt. Mein Freigängerdasein begann äußerst spartanisch mit einem zwischen Rolladen und Fensterbrett geklemmten Brett, in welches eine stinknormale Katzenklappe eingebaut war. Das sah aus menschlicher Sicht wohl nicht schön aus, aber für mich war es das allertollste Brett der Welt! Endlich konnte ich die kleinen und großen Abenteuer bestehen, die ein Katzenleben erst so richtig lebenswert machen. Unnötig zu erwähnen, daß meine Dosenöffner zuvor eigens wegen mir aufs Land gezogen waren… irgendwie passte das wohl auch zufällig ganz gut mit Dosenöffners Arbeitsplatz.

Allerdings… hatte die verbaute Katzenklappe einen großen Nachteil: Ich geriet plötzlich unter Verdacht in der Wohnung zu markieren (ist das zu fassen?!)… glücklicherweise war der brummige Kollege der dieses penetrante Geruchsproblem verursacht hatte, dreist oder einfach dumm genug sich in Anwesenheit meiner Dosenöffnerin durch die Klappe zu pressen und auf dem Weg zu MEINEM (!) Futternapf noch schnell die Küchenfront zu markieren. Meine Dosenöffnerin war gelinde ausgedrückt “not amused”, jagte unter Kampfgebrüll die Gefrässigigkeit auf vier Pfoten hinaus und kaufte kurzerhand eine superduper Katzenklappe mit Eingangskontrolle durch einen Chip am Halsband. Das Problem mit dem dreisten Pummelchen an meinem Futternapf war gelöst, aber nun trug ich plötzlich ein grässlich kratziges Halsband… Mann, war das nervig!

Erst als ich eines Nachts mit eben diesem im Unterholz hängen blieb, mit unglaublich peinlichem Klagegeschrei auf mich aufmerksam machen musste und schließlich von meiner Dosenöffnerin befreit wurde, sah sie ein, daß ein Halsband einem richtigen Freigänger nur im Weg ist. Nun war guter Rat teuer und auch kurz ein bißchen schmerzhaft. Plötzlich fand ich mich nämlich beim Tierarzt wieder, der mir kurzerhand ein gläsernes Reiskorn unter die Halshaut injizierte. Das war, wie ich hörte, ein Microchip, der mir fortan bei der neu erworbenen Microchipkatzenklappe völlig halsbandfrei und zuverlässig als “Schlüssel” diente. Für alle anderen blieb das Tor zu meinem Fressnapf verriegelt. Wie toll!

Nun war nur noch ein einziger Katzenklappenwechsel nötig. Denn nach einem Umzug war plötzlich keine Steckdose mehr in Katzenklappennähe weshalb ein batteriebetriebenes Modell her musste. Mir sollte es recht sein, war doch die zunächst gewählte Microchipklappe für einen Kater von meiner stattlichen Größe doch etwas knapp bemessen.

Nun gibt es nur noch eines was meine Dosenöffnerin toll fände: Daß meine Katzentür zubliebe, wenn ich Beute mit nach Hause bringe…. aber jetzt wollen wir mal die Kirchenmaus im Dorf lassen… oder?

Bis ganz bald…
Euer Gary

PS: Ihr Dosenöffner und Dosenöffnerinnen da draußen. Erzählt mir auch gern von euren Erfahrungen und Erlebnissen mit Katzenklappen. Ich hoffe Sie waren nicht ganz so abenteuerlich, bin aber ganz gespannt was ihr zu erzählen habt.